Eddi Willert

(b, harp, voc)

Tausend Dank im Nachhinein der Familie des berühmten Erlanger Sängers Michael Holm. Vater Holm hoffte, aus mir ein ständiges Mitglied seines Siemens-Orchesters machen zu können, als er mir 1961 einen Kontrabass auf unbestimmte Zeit auslieh. "Du kannst alles mit dem Gerät machen, nur nicht über den Dechsendorfer Weiher paddeln", waren seine Worte bei der Übergabe.

 

Diese Befürchtung bewahrheitete sich natürlich nicht, genauso wenig wie sich die Hoffnung auf Mitwirkung in seinem Orchester erfüllte. Der etwa einjährige Umgang mit diesem klobigen, bund- und tonabnehmerlosen Instrument erweckte in mir jedoch die Vorliebe für die tiefen Töne, ohne die jede Art von Musik sozusagen "in der Luft hängt".  

 

Dem Erwerb der ersten Bassgitarre (Framus) folgte die Gründung der ersten Band. Mit sehr viel Engagement und Lokalkolorit, wie der Name schon zum Ausdruck bringt, huldigten die Dechsos auf allen Tanzböden der zumeist näheren Umgebung meines Geburtsortes dem Schlager der damaligen Zeit.

 

 Aus der Lagerfeuerromantik heraus mit auf die amerikanische und irische Folkszene gerichtetem Blick entstand dann zu Beginn der 70er Jahre die heute noch existierende Gruppe on the road, die einem breiteren Erlanger Publikum vor allem durch ihre Auftritte im E-Werk bekannt sein dürfte. Seit zweieinhalb Jahrzehnten nun schon in Eddi’s Dachstube beheimatet, pflegt sie den mehrstimmigen, von akkustischem Gitarrensound begleiteten Gesang.

Als ich über die Freundschaft mit Wolfgang 1993 die Band T-Rock musikalisch kennen und schätzen gelernt habe, konnte man noch nicht vorhersehen, dass dieses Trio so lange erfolgreich zusammenwirken würde. Aber neben der Grundvoraussetzung, nämlich der Musikalität, stellten sich doch sehr bald weitere Gemeinsamkeiten heraus: absolute Zuverlässigkeit und das Engagement für die gesteckten musikalischen Ziele. Auf diese Weise ist auch auf privater Ebene eine Freundschaft entstanden, die jeden T-Rock Auftritt zu einem Erlebnis macht, für uns selbst und - hoffentlich - auch für das Publikum.


Charly Tuscher

(dr, voc)

Ich musste mit 9 Jahren als katholischer Ministrant bei einem schwulen Kirchenorganisten  Klavierunterricht  nehmen.

Das war mir auf die Dauer einfach zu heavy, darum suchte ich mir ein anderes Instrument. "Trommeln" konnte ich damals schon ein bisschen. 1963 gründete ich meine erste Band mit Schulkameraden im Keller als Proberaum.

1965 ging es los mit Hank and the Playboys, die Band war aber bereits nach 2 Jahren mit Hanks Sex-Alk-Rock and Roll verschlissen. Nun kam die Flower-Power-Zeit bei den Amis in den Clubs mit etlichen musikalischen Highlights.

1970 hatte ich dann einen musikalischen "Ausrutscher" in die kommerzielle Musikszene mit dem Lothar Zöllner Sextett und dem Manfred Bräuer Sextett, unter anderem mit Auftritten in der Meistersingerhalle, im Hotel Deutscher Hof usw.

1972 kam der Rückzug in die  Rockszene aufs Land, wo es damals eigentlich richtig abging. Mit der Band Ground Control kurvte ich durch die fränkisch-bayerischen Musiktempel wie Trockau, Gunzendorf oder Geiselwind. Wir rockten als Vorband mit Scorpions oder anderen Stars durch die Lande. Nach 20 Jahren war aber der Stress genug, die Band musste sich verjüngen und unter dem neuen Bandnamen Top Secret sang und trommelte ich noch bis 1998, dann war erst mal Pause.

Seit 2004 bin ich bei T-Rock dabei und habe dafür gesorgt, dass die Rhythmus-Maschine Roland in den Ruhestand geschickt wurde.


Wolfgang Reitzammer (keyb, g, voc)

 

Nachdem mir der Klavierunterricht im jugendlichen Alter zu langweilig wurde, schien mir mit etwa 20 Jahren das Gitarre spielen attraktiver.

Ich habe dann bestimmt 500 mal "Lady in black" und "Blowing in the wind" an irgendwelchen Lagerfeuern geklampft, meine Gitarre erlitt diverse Rotweinflecken und Frostbeulen, bis ich schließlich 1979 mit Sonja Heilberger das Folk-Duo Southwest gründete. Daraus erwuchs ab 1984 die Band Midnight Crisis, die den Ehrgeiz hatte, mit selbstgestrickter anspruchsvoller Rockmusik den fränkischen Raum aufzumischen. Nach achtjähriger Tätigkeit als Keyboarder und Zweitsänger, nach vielen Auftritten in ganz Süddeutschland wurde Midnight Crisis fast zu einer Frauenband - wohl auch mit bedingt durch meinen Austritt.

Die Musik ließ mich aber nicht los und so entwickelte sich ab dem Frühjahr 1993 das Trio T-Rock. Inzwischen wurde aus dem Trio ein Quartett und es ist für mich eine besondere Freude, einige Lieder zu singen, einige Tasten und Saiten zu drücken sowie immer am Ende des Auftritts mich bei unserem tollen Publikum zu bedanken.


Arno Regn (g, voc)

 

Meine erste Gitarre bekam ich im Alter von 14 Jahren - eine echte Quelle der Inspiration - natürlich aus dem Hause „Quelle“ und für den Wahnsinnspreis von 40 Deutsche Mark. Heutzutage würde man diese als Schrott bezeichnen, aber für mich war sie der Einstieg in die Rockmusik, und ab diesem Zeitpunkt ließ mich die Musik nicht mehr los.

Mit 16 spielte ich bereits in einer Band und eigentlich war die Musik fast identisch mit dem, was ich heute spiele (Beatles, Stones, Shadows, Kinks usw.), das Repertoire ist natürlich jetzt wesentlich um­fangreicher.

1972 spielte ich dann beim Lothar Zöllner Sextett, wo ich Charly kennenlernte, und mit ihm einen meiner übelsten Auftritte hatte - am Flughafen Nürnberg, bei gefühlten 10 Grad Minus und der Ge­wissheit, dass ich meine erfrorenen Finger wahrscheinlich nie mehr zum Gitarre spielen gebrauchen könnte.

Es ging aber trotzdem wieder, und so gründete sich im Jahre 1974, nach einem kurzen Intermezzo bei „Locomotion“ die Band „FIRST ARGUS“ später nur noch „ARGUS“. Ebenso wie Charly mit „Ground Control“ kurvte ich mit Argus durch die fränkisch-bayerischen Musiktempel.

Ab 1984 spielte ich dann noch bei etlichen anderen Rock-Pop-Bands wie Musicbox, Cool, Ohne Filter, bis ich dann einen Abstecher zur Tanzmusik machte. Das ging etliche Jahre ganz gut, ehe ich mich dann nach einem zweijährigen Ausflug in die Countrymusik wieder ganz der Rockmusik widmete.

Seit 2013 ersetze ich nun den Lothar bei T-Rock, und fühle mich in Gesellschaft der „Männer in den besten Jahren“ richtig wohl.